Tagesgeld-Vergleiche werden oft von Aktionszinsen angeführt: 4 %, 4,5 % – manchmal sogar mehr. Doch hinter den Top-Sätzen steckt nicht immer das beste Konto.
Auf diese Punkte sollten Sie achten:
1. Dauer des Aktionszinses: Häufig gilt der hohe Satz nur 3 oder 6 Monate. Danach landen Sie auf einem deutlich niedrigeren Standardzins. Rechnen Sie den Durchschnitt über 12 Monate.
2. Maximalbetrag: Manche Aktionszinsen sind nur bis zu einer bestimmten Anlagesumme garantiert. Darüber hinaus gilt ein anderer Satz.
3. Voraussetzungen: Gilt das Angebot nur für Neukunden? Müssen Sie ein Girokonto eröffnen oder ein Mindestguthaben halten?
4. Einlagensicherung: Ein hoher Satz hilft wenig, wenn das Sicherungssystem schwach ist. Achten Sie auf die EU-Standard-Sicherung von 100.000 €.
5. Erreichbarkeit: Online-Banking, deutscher Kundenservice, Auszahlungsdauer – auch das macht Unterschiede.
Fazit: Ein Tagesgeld mit 3,1 % Standardzins schlägt oft das 4 %-Lockangebot, das nach drei Monaten auf 1 % fällt. Vergleichen lohnt sich – aber bitte ganzheitlich.
